,

Nach der Krise ist vor der Krise: das resiliente Unternehmen bauen

Von Bernd Sengpiehl, Chief Operations Officer, und Andreas Makowski, Chief Security Information Officer

Bernd Sengpiehl: Wer hätte das Ende 2019 gedacht: Innenstädte menschenleer, Fluglinien am Boden, Aktienkurse im Keller, Lieferketten abgerissen, Home-Schooling und Home-Office, wo immer möglich. Die Corona-Pandemie hat uns überrollt. Und die wenigsten von uns waren darauf vorbereitet, weder privat noch beruflich und viele Unternehmen schon gar nicht. In den Jahren des scheinbar unendlichen Wachstums mit ungebremster Nachfrage aber auch stetig steigendem Fachkräftemangel lief alles bestens. Nach dem Motto: never touch a running system. Warum sollte man etwas ändern, wenn doch alles läuft?

Doch die Krise zeigt uns allen, wie wichtig Widerstandsfähigkeit ist. Es bedeutet nämlich Resilienz. Widerstand leisten können, wenn äußere, vom Unternehmen nicht beeinflussbare, Kräfte drohen, die Basis des Unternehmens zu zerstören. Wie erreiche ich Kunden, wenn ich meinen Laden nicht aufsperren darf? Wie erreiche ich meinen Arbeitsplatz, wenn ich nicht Zug fahren darf? Wie soll ich arbeiten, wenn meine Kinder zu Hause sind und woher bekomme ich Ausgangsprodukte, wenn Fabriken und Häfen geschlossen sind?

Die Corona-Pandemie hat schonungslos die Schwächen in vielen Systemen offengelegt: Wo nur Effizienz und Kostenoptimierung regierten, fehlt es an Puffer, um in Krisenzeiten zu bestehen. Auch wir bei IGEL lassen die Komponenten unserer erfolgreichen Endpoints in Taiwan fertigen, aber nicht erst seit gestern, sondern schon seit über 25 Jahren – bei dem gleichen Hersteller. Damit verbindet uns über diese Krise hinweg ein enges Vertrauensverhältnis. Dies ermöglicht die Auslieferung des neuen UD3 Endpoints zum geplanten Termin. Und auch die Entwicklung unseres IGEL OS (des Endpoint Betriebssystems), seit gut 20 Jahren in Augsburg ansässig, schreitet wie geplant voran.

Dennoch werden wir zukünftig noch mehr darauf achten, dass wir für Krisenzeiten gerüstet sind. Es müssen ja gar nicht monatelange Ausgangsbeschränkungen sein; eine Schneekatastrophe, ein Unwetter mit Hochwasser oder Waldbrände werden durch den Klimawandel immer wahrscheinlicher, von welthandelspolitischen Entwicklungen oder IT-Sicherheitsbedrohungen ganz abgesehen.

Andreas Makowski: Widerstandsfähigkeit für Unternehmen bedeutet nicht, den Druck bis zum Zerbrechen auszuhalten, sondern in Krisenzeiten geeignete Alternativen parat zu haben. Dabei geht es in erster Linie darum, den Mitarbeitern frühzeitig sichere Wege zur Kollaboration anzubieten, sicherzustellen dass alle arbeitsfähig sind und ggf. nachzujustieren. Vertrauliche oder auch nur firmeninterne Unterlagen unverschlüsselt per USB-Stick aus der Firma mitzunehmen, oder gar den nicht ausreichend abgesicherten, privaten PC mit dem Firmennetz verbinden, ist ein Alptraum für jeden Informationssicherheitsbeauftragten. Firmendaten zudem noch am heimischen PC mit privat lizensierten Tools zu bearbeiten und von dort per privatem Webmailer an Kollegen oder Kunden weiterzuleiten, ist keine professionelle Lösung – und Glückspiel.  Unzählbar scheinen hier die Regel- und Gesetzesverstöße sowie die Angriffsflächen für Cyberkriminelle.

Das Firmennotebook ist dann schon sicherer, aber auch hier müssen Anwender und die IT dafür sorgen, dass die Richtlinien eingehalten werden und Sicherheitsmechanismen wirken können. Ebenfalls muss das Client-Management für regelmäßige Updates sorgen können, auch wenn die Rechner nicht direkt im Firmennetz sind. Cloud Workspaces und virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) sind hier die geeignete Lösung, denn sie entkoppeln die Speicherung der Informationen vom Endgerät. Denn nur wenn der Benutzer unabhängig von seinem Standort die gewohnte Arbeitsumgebung vor sich hat, kann ein wirksames Informationssicherheitsniveau aufrechterhalten werden.

Wenn die Firmen- und Kundendaten wirksam abgesichert in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum liegen, führt der Verlust eines Endgeräts nicht mehr zu einem Informationssicherheits- oder Datenschutzvorfall. Wenn darüberhinaus das Endgerät so abgesichert ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Cyber-Angriffs nahezu ausgeschlossen werden kann, ist es noch besser. Das IGEL Betriebsystem mit seiner Chain-of-Trust überprüft deshalb schon beim Start des Rechners, ob die Integrität des Betriebssystems erhalten ist. Bei unserem neuen UD3 mit AMD Secure Processor Technologie, sogar schon ab Start auf Hardware-Ebene.

Schon im Alltagsbetrieb bietet also eine IT-Infrastruktur auf VDI- oder Cloud-Basis mit Desktop-as-a-Service-Konzepten wesentliche Vorteile. In der Krise bedeutet sie ein Stück Resilienz für Unternehmen. Zahlreiche Unternehmen, wie Versicherungen oder auch Behörden, nutzten diese Chance und konnten ihre Mitarbeiter zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen kurzfristig ins Home-Office schicken. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt, ohne dass die Sicherheit gefährdet wurde: es gab Mitarbeiter, die ihre Hardware aus dem Büro, Endgerät, Bildschirm, Tastatur und Maus, einfach ins Taxi warfen und ins Home-Office fuhren. Andere motteten alte Notebooks aus und versahen sie kurzerhand via USB-Stick, dem IGEL UD Pocket, mit unserem Betriebssystem und gaben sie ihren Mitarbeitern mit. Wieder andere richteten den UD Pocket so ein, dass er per Zwei-Faktor-Authentifizierung den Ansprüchen des IT-Grundschutzhandbuchs entsprach, so dass die Mitarbeiter sogar ihre privaten Endgeräte sicherheitskonform nutzen können.

Auch IGEL selbst hat übrigens 60 Entwickler des Augsburger Standorts kurzfristig mit dem IGEL Betriebssystem auf dem USB-Stick ins Home-Office geschickt. Schließlich haben wir unseren Kunden zugesichert, dass sie alle drei Monate eine Aktualisierung des Betriebssystems erhalten. Und so wie es aussieht, ändert auch der Virus nichts an dieser Regelmäßigkeit. Das ist, was wir unter Resilienz bei IGEL verstehen. Dabei möchten wir unsere Kunden unterstützen.


Ein Bild von Andreas Makowski (CISO) und Bernd Sengpiehl (COO) zur Veröffentlichung finden Sie hier:
https://bit.ly/31zlR8Q

Hier finden Sie mehr Information zu IGEL’s Umstieg ins Home-Office: https://www.igel.de/blog/igels-umstieg-ins-home-office/

Hier können Sie lesen, wie die SIGNAL IDUNA Gruppe zusammen mit Citrix & IGEL 2.000 Mitarbeiter ins Home-Office schicken konnte: https://www.igel.de/blog/2-000-mitarbeiter-ins-home-office-schnell-und-sicher-mit-citrix-igel/

Hier erfahren Sie, wie IGEL der Bundesbehörde für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) den Wechsel ins Home-Office erleichtert hat: https://www.igel.de/blog/eine-behoerde-steigt-um-von-heute-auf-morgen-ins-home-office/

IGEL on Social Media
Twitter: www.twitter.com/IGEL_Tech_DACH
Facebook: www.facebook.com/igel.technology
LinkedIn: www.linkedin.com/company/igel-technology
YouTube: www.youtube.com/user/IGELTechnologyTV
IGEL Community: www.igel.com/community

Über IGEL
IGEL ist der weltweit führende Anbieter von Next-Gen Edge OS-Lösungen für die sichere Bereitstellung von Cloud Workspaces. Zu den innovativen Software-Produktengehören das Betriebssystem IGEL OS™, der IGEL UD Pocket™ sowie die Universal Management Suite™ (UMS). Mit diesem Portfolio schafft IGEL eine sicherere, intelligente und kosteneffiziente Endpoint-Management- und Steuerungsplattform für nahezu jedes x86-basierte Gerät. Einfach erhältlich in Form von zwei Softwareangeboten mit umfangreicher Funktionalität – Workspace Edition und Enterprise Management Pack –, bietet die IGEL Software einen hohen Investitionswert. Zusätzlich beinhalten die von IGEL in Deutschland entwickelten Endpoint-Lösungen höchste Garantieleistungen (5 Jahre), Software-Support bis zu 3 Jahre nach Produktabkündigung (EOL) und branchenführende Management-Funktionen. Mit IGEL können Unternehmen durch die Verlängerung der Nutzungsdauer Ihrer vorhandenen Endgeräte hohe Einsparungen erzielen. Zudem werden alle mit IGEL OS und Windows OS ausgestatteten Geräte über eine einzige Schnittstelle komfortabel gesteuert und verwaltet. IGEL verfügt über zahlreiche Niederlassungen weltweit und ist mit Partnern in über 50 Ländern vertreten. Weitere Informationen zu IGEL finden Sie unter www.igel.com. IGEL ist Teil der C. Melchers & Co. GmbH.  

 

Pressekontakt:
Ann-Kathrin Raaben
vibrio. Kommunikationsmanagement Dr. Kausch GmbH
Phone +49 (0)89 32151-897
E-Mail  igel@vibrio.de